Schweißverfahren – Schweißen für Anfänger

Schweißen für Anfänger

Unter Schweißen versteht man, zwei Elemente miteinander zu verbinden. Beim Schweißverfahren werden Bauteile durch Wärme oder Druck unlösbar miteinander verbunden. Diese Bauteile können aus Aluminium, Edelstahl oder Kunststoff bestehen. Was einfach klingt, muss aber nicht einfach sein. Sowohl beim Schweißverfahren als auch beim Schweißgerät kann es wichtige Unterschiede geben.

Anfänger auf dem Gebiet des Schweißens sollten keinesfalls einfach drauf loslegen. Vorab ist es sehr wichtig, sich über mögliche Schweißverfahren, Sicherheitsvorkehrungen sowie das Material und dessen Qualität zu erkundigen. Am besten wäre es, vorab einen Kurs zu belegen, wie man richtig schweißt. Anfänger sollten sich von A bis Z mit dem Schweißen und den unterschiedlichen Schweißverfahren beschäftigen und sich gegebenenfalls Hilfe von Profis holen. Das Aluminiumschweißen ist aufgrund der Leichtigkeit des Materials und der niedrigen Temperatur, die verwendet wird, zum Beispiel ein guter Anfang. Zudem kann hier fast jedes Gerät genutzt werden. Bevor Anfänger aber damit beginnen, zu schweißen, müssen sie die nötigen Sicherheitsvorkehrungen treffen.



Schweißverfahren

Generell kann man zwei Schweißverfahren voneinander unterscheiden: Das Pressschweißen sowie das Schmelzschweißen. Durch hohen Druck und der Erhitzung der Oberflächen lassen sich beide Komponenten zusammenpressen. Das Pressschweißen funktioniert, wie der Name schon sagt , durch das Aneinanderpressen der zu verbindenden Elemente. Beim Schmelzschweißen werden die Komponenten, die miteinander verbunden werden sollen, so erhitzt, dass sie anfange, sich zu verflüssigen. Die beiden verflüssigten Stellen, auch Schmelzmassen genannt, werden im Anschluss miteinander verbunden. Zudem können die Schweißverfahren des Schweißens auch durch das Material bestimmt werden. Beim Aluminiumschweißen wird mit einer verhältnismäßig niedrigen Temperatur gearbeitet. Aufgrund dessen wird auch kein extra leistungsstarkes Schweißgerät benötigt und die Nutzung mit fast jedem Schweißgerät ist möglich. Beim Schweißen von Edelstahl können verschiedene Schweißverfahren angewandt werden. Edelstahl gilt als sehr robust und wird gern verarbeitet. Beim Kunststoffschweißen können ebenfalls verschiedene Schweißverfahren genutzt werden. Besonders geeignet ist das Schweißen via Ultraschall. Das Schweißen von Kunststoff funktioniert vor allem durch Druck und Hitze gleichermaßen.

Qualität beim Schweißen

Nicht nur die Materialien und das Schweißverfahren sind wichtig. Auch die Qualität des Ergebnisses ist wichtig. Werden zwei Elemente durch das Schweißen miteinander verbunden, entsteht eine Schweißnaht. Diese sollte gut gemacht sein. Besonders für Anfänger ist es wichtig, dass die Schweißnaht eine gewisse Qualität in Sachen Optik aber auch Haltbarkeit erhält. Übung macht ja bekanntlich den Meister. Hier eine kleine Hilfestellung: Beim Schmelzschweißen darf die Schweißnaht vor allem keine Risse oder Hohlräume enthalten. Risse können durch zu schnelles Abkühlen oder als Folge von Spannungen auftauchen. Ein Hohlraum kann zum Beispiel entstehen, wenn es zu einem Gaseinschluss kommt. Beim Pressschmelzen kann es ebenfalls zu Rissen und Hohlräumen kommen. Dies sind in beiden Schweißverfahren die häufigsten Schweißnahtfehler. Auch passieren können feste Einschlüsse durch Fremdkörper, Bindefehler sowie Form- und Maßabweichungen durch beispielsweise zu viel Druck.

Schweißgeräte im Vergleich

Auch bei den Schweißgeräten gibt es Unterschiede. Heute gibt es zahlreiche Geräte mit unterschiedlicher Qualität sowie Unterschieden im Preis-Leistungsverhältnis. Das Elektro-Schweißgerät ist ein Handschweißgerät. Es erzeugt einen Lichtbogen und funktioniert mittels einer Elektrode. Das Prinzip ist einfach: Der entstehende Lichtbogen erbringt die nötige Energie, um das zu schweißende Element anschmelzen zu lassen. Die Elektrode schmilz ebenfalls und entwickelt Zusatzstoffe, die dafür sorgen, dass die Elemente fest miteinander verbunden werden können. Das Elektro-Schweißgerät ist auch für Privatanwender und Anfänger geeignet, da das Schweißverfahren einfach funktioniert und zu einem effizienten Ergebnis führt. Ein Schutzgasschweißgerät ist hingegen im gewerblichen Bereich sehr verbreitet, weswegen hier nur kurz darauf eingegangen wird. Heirbei handelt es sich um ein Gerät, welches für fast alle Schweißverfahren genutzt werden kann. Ein besonderes Gerät ist das Inverter-Schweißgerät. Das Inverter-Schweißgerät ist eine spezielle Form, obwohl es sich funktionell nicht von anderen Geräten unterscheidet. Der große Unterschied zwischen dem Inverter-Schweißgerät und anderen Geräten besteht in der Bauweise. Diese ist sehr kompakt, transportabel, das Gerät recht leicht. Bei einem Inverter-Schweißgerät ist ein Trafo integriert. Das Inverter-Schweißgerät ist perfekt auch zur mobilen Nutzung. Die hochwertige Technologie der Inverter-Schweißgeräte hat einen hohen Preis. Dennoch wird das Gerät gern genutzt. Kunden, die ein Inverter-Schweißgerät kaufen möchten, sollten sich vorab sicher sein, welches Metall in welcher Stärke geschweißt werden soll, welches Schweißverfahren notwendig ist, sowie welcher Schweißstrombereich nötig ist.

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